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Handschellen statt Boni (09.04.2013)

Der etwas andere Rettungschirm der Isländer

Island war das erste Land, das durch einen windigen Boom mit dubiosen Bankkrediten kollabierte. Vier Jahre später steht Island da als Phönix aus dem ewigen Eis. Wie haben sie es gemacht?

Statt Boni an Banker zu verteilen, gab es Haftbefehle. Der Staat rettete nicht die Banken, sondern seine Einwohner. Den kleinen Hausbesitzern erließ man die aufgeblähten Hypotheksschulden. "Wer spekuliert, trägt das Risiko, nicht wir", sagten die Isländer selbstbewusst.

Deshalb gab es auch keine Einschnitte im Sozialstaat und die einheimische Wirtschaft wurde gestärkt. Die Arbeitslosigkeit sank drastisch.

Ein isländisches Wunder oder ein Vorbild für andere Nationen? Übrigens hat Island keine Lust mehr, der EU beizutreten.

Ein Feature von DLF und SWR3.

Der einleitende Text stammt vom DRADIO.

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