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AUSWÄRTSSPIEL: BLUMENTHAL Stadt-Theater-Festival 3.-5. und 10.-12. Juni 2016 (04.06.2016)

„Wie wollen wir leben?" - unter dieser Fragestellung reist die Theater-Mannschaft in Bremens nördlichsten Ortsteil Blumen­thal. Seit der dortige Hauptarbeitgeber Woll-Kämmerei 2009 nach 125 Jahren seine Produktion einstellte und sich die EinwohnerInnenzahl halbierte, steht das ehemalige Tal der Blumen vor der schwierigen Aufgabe, sich neu zu erfinden. Hierbei soll auch die temporäre Regionalwährung "Blumenthaler" helfen.

 

Mit 35 (städtischen) Partnern entsteht an zwei Festivalwochenenden täglich von 14 bis ca. 22 Uhr ein anderes, sonst nie erlebbares Blumen­thal. 

Das leerstehende Ortsamt wird zum Festivalzentrum, in welchem dem utopischen Zukunftspotenzial von Gesellschaften nachgegangen wird. Eine alternative Währung ermöglicht allen die aktive Teilnahme. Inszenierte Walks führen an verborgene Orte, die die Geschichten der BlumenthalerInnen in sich tragen. Alternative Lebensmodelle werden durchgespielt, Theater-produktionen an außergewöhnlichen Orten gezeigt und der Marktplatz als Treffpunkt wiederbelebt. Das hier abgedruckte Programm stellt nur eine Auswahl des gesamten Angebots dar. Mehrere Blumenthaler Schulen, ein Seniorenzentrum, die Flüchtlingshilfe, AWO, Lebenshilfe und viele Alt- und Neu-BlumenthalerInnen gehen gemeinsam mit den Theaterschaffenden auf die Suche nach der Frage aller Fragen. Wichtig für die Vernetzung im Stadtteil waren - neben vielen anderen - Carola Schulz vom Quartiersmanagement Blumenthal / AFSD und Peter Nowack vom Ortsamt Blumenthal.

Eine Übersicht des Programms finden Sie hier.

 

Blumenbank

Darüber hinaus eröffnete  die ZZZ - ZwischenZeitZentrale Bremen eine temporäre Bankfiliale in einem Ladenleerstand und führt den „Blumentaler“ als neue Währung ein. 

Das alltägliche Geschäft der Blu-menbankerInnen ist die Vermittlung von Arbeit und die Auszahlung von Blu-mentalern. Diese können fort-laufend durch Mitarbeit im Quartier bei den Kooperations-partnerInnen wie dem Föder-verein der Bügerstiftung Blumenthal, dem Quartiers-management, im Festi-valcafé NUNATAK und beim Theater Bremen verdient werden. Ob als Tresenkraft im Festivalcafé oder im Liegestuhl liegend Vi-sionen für Blumenthal entwerfend: Jede Arbeit wird gleich vergütet. Die erar-beiteten Blumentaler können in Theaterkarten für Inszenierungen des AUS-WÄRTSSPIEL: BLUMENTHAL umgetauscht werden, im Festivalcafé für Kaffee und Kuchen ausgegeben werden oder auf dem Marktplatz in das an jedem Abend stattfindende Essen im Jurtencafé investiert werden. 

Begleitende  Veranstaltungen  beleben  die  Blumenbank:  AkteurInnen bestehender lokaler Ideen der Gemeinwesensökonomie (TauschWatt  e. V. und ROLAND-Regional Wirtschaftsring  e.  V.) stellen sich vor und schieben eine Diskussion über den Wert von (gemeinnütziger) Arbeit an. 

Diese temporäre Inszenierung einer Gemeinwesensökonomie mit subventionierten Angeboten gibt allen BlumenthalerInnen, auch denen, die aktuell nicht arbeiten können oder dürfen, die Möglichkeit, an einem wirtschaftlichen System teilzunehmen und Öffnungszeiten der Blumenbank:

Montag - Donnerstag:  10 - 18 Uhr
Freitag - Sonntag:  14 – 22 Uhr 

Veranstaltungen in der Blumenbank: 

ERÖFFNUNG

Freitag, den 3. Juni 2016,  15 Uhr

„Wie wollen wir arbeiten?“ Mit einer Eröffnungsrede von Ortsamtsleiter Peter Nowack und einer Lesung von Sönke Busch, Freier Autor und Redner, wird die Blumenbank höchstfeierlich eröffnet. 

Gemeinsam werfen wir einen philosophischen Blick auf das Thema Arbeit und erklären das utopische Blumenbank-Prinzip. Wir feiern die Eröffnung der Bank und die Vernissage der bankeigenen Kunstsammlung mit einem  Sektempfang. Herzlich willkommen! 

Dienstag, den 7. Juni 2016, 18:30-20 Uhr


„Wie wollen wir (regional) wirtschaften?“
Ein Vortrag von Karl-Heinz von Bestenbostel, Mitglied im Vorstand des ROLAND-Regional Wirtschaftsring  e.  V.,  führt ein in die Idee des regionalen Wirtschaftens. Vorrangige Prinzipien sind Miteinander-handeln und gegenseitige Unterstützung im lokalen/regionalen Wirtschaftsring. Gemeinsam diskutieren wir wie solch ein Wirtschaftsring eine eine Alternative darstellen und dem Gemeinwohl dienen kann. 

Freitag, den 10. Juni 2016, 18:30h-20 Uhr 

„Wie wollen wir im Stadtteil arbeiten?“
Harald  Czacharowski, der Vorsitzende des TauschWatt  e. V.,  wird von der langjährigen Tätigkeit des Bremer Tauschrings berichten. Der Tausch funktioniert auf der Basis "Lebenszeit gegen Lebenszeit": Die Mitglieder tauschen ihre Fähigkeiten (Dienstleistungen) miteinander, dabei wird jede Arbeit gleich bewertet. Wir diskutieren, wie StadtbewohnerInnen sich in einem  Tauschring unabhängig vom Einkommen ergänzen und wie ein Tauschring in Bremen-Nord funktionieren könnte. 

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