Die Idee
"Chiemgauer, Sterntaler, Alto, Havelblüte", das sind Namen der Regiowährungen. Alleine der Name verrät, wo das Regiogeld entstanden ist. Genauso wie unser "Roland", der uns vor den Tücken der Finanzsystem schützen soll, ähnlich wie sein Namensgeber damals vor der Willkür kirchlicher Gewalt schützte.
ROLAND ist durch Euro gedeckt, genauso wie die meisten anderen Regiowährungen. Es entsteht die Frage, ob es nicht eine gute Idee wäre für die privaten Menschen einen "Privaten Roland" von dem Euro abzukoppeln. Wir hätten damit eine Möglichkeit "nachbarschaftliche Hilfe" zu verrechnen, ohne dass Renten, Pensionen oder ALG II-Zahlungen berührt wären.
Regiogeld schafft die Verbindungen zwischen den Menschen, es baut sich dadurch eine gelebte Gemeinschaft auf. "Privater Roland" könnte mit Waren und Dienstleistung gedeckt werden, was gegenseitiges Vertrauen voraussetzt. Der Vorteil dabei ist das Nutzen von unterschiedlichen Ressourcen, die zur Zeit brach liegen.
Preise in Euro sind in der Regel zu hoch und dadurch uninteressant für eventuelle Einkäufer. War im Jahre 2006 der Anteil der Zinserträge am BIP bereits 42 %, dann machen wir keinen großen Fehler, wenn wir heute von einem Anteil von 50 % ausgehen.
Das Konzept "Privater Roland" vereint die Vorteile des Tauschringes mit dem Vorteil eines besonderen Zahlungsmittel. Mit "Roland" kann man keine Zinsen erwirtschaften, es lohnt sich nicht das Regiogeld zu horten, weil es an Wert verliert, wenn es nicht eingesetzt wird.
Beträgt der Zinsanteil in unserem heutigen Wirtschaftsleben etwa 50 %, dann kann in einem System ohne Zinsen der Preis halb so hoch sein. Darin liegt der Reiz des "Privaten ROLAND". Was mit Euro nicht bezahlbar wäre, ist mit dem "Privaten ROLAND" machbar.
"Privater Roland" kann sich an dem Wert einer Arbeitsstunde orientieren, dabei soll man die Wertdifferenzen zwischen unterschiedlichen Arbeiten möglichst gering halten.
Wie gehen wir mit der typischen Tauschringproblematik um? Jemand bietet an, erwirtshaftet einen positiven Kontostand! Ein Anderer nimmt Dienstleistungen an und tut selber nichts! Logischer Weise schafft der, der Schulden macht, Gutschriften bei den anderen, mit denen die dann wirtschaften können!
Wir denken, es ist nicht sehr schwer jemanden mit einem Guthaben zu bewegen Leistungen anzunehmen. Wenn aber der, der hohe "Schulden" hat, den Kreislauf erst ermöglicht, dann ist zu überlegen, ob die Arbeit für die soziale Einrichtung innerhalb einer Gemeinschaft als Dienstleistung angerechnet werden kann. Das ist noch ein logisches Problem.
In der Großstadt ist es nicht leicht eine Gemeinschaft auf Grund von Regiogeld aufzubauen. Im Wege steht die Anonymität des Einzelnen und sicherlich die Mentalität nur auf das eigene Wohl zu achten, auch wenn es auf Kosten der anderen geht. "Alto" in Hamburg hat sich nicht durchgesetzt, trotz des Engagement der Initiatoren.
Desto mehr wäre es ein ehrgeiziges Ziel in Bremen und Umzu "privates" Regiogeld erfolgreich einzusetzen.

