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Ökohumane Lebensmodelle – essbare Stadt Andernach

22.11.2017

Kein Weg führt heute mehr an der Einsicht vorbei, dass es die Wiederentdeckung der Sinnlichkeit, des Körpers und des Menschen als Naturwesen zu verzeichnen gilt. Das spätmoderne Subjekt zieht zu Felde gegen seine Naturentfremdung in artifiziellen Schleifen eines zunehmend virtuellen Lebens. Unsere jetzige Zeit ist eine fordernde Zeit! Ich spreche hier auch nicht von einer neuen Erkenntnis, dass der rasante gesellschaftliche Wandel die Geschwindigkeit in der Arbeitswelt bereits beschleunigt hat und auch sehr geprägt wird durch die Krise des Sozialstaats, Kriege und Umweltkatastrophen und der Weltwirtschaft. Jedem von uns wird immer mehr Arbeit, Eigeninitiative und Selbstverantwortung abverlangt. Trendverstärkend auf diesen Wandel wirkt der demographische Faktor in Deutschland, der die Menschen bis ins hohe Alter mit immer neuen Lebenssituationen konfrontiert – für die sie sich häufig nicht gewappnet fühlen Die Tages und Wochenarbeitszeiten verdichten sich, das oft nur noch der Urlaub als Atempause bleibt. Der Biologe und Philosoph Andreas Weber warnt: „Dem Menschen droht ein emotionaler Verlust, der die Grundstruktur seines Wesens angreift… Weil alle unsere Eigenschaften, auch die ‚menschlichsten‘, letztlich aus einem organischen Boden wachsen, kann sich der Mensch nur dann ganz verstehen, wenn er sich – als Kulturwesen – innerhalb der Natur versteht. Für den Menschen liegt das größte Risiko der Umweltzerstörung darin, dieses Verständnis zu verschütten.“

 

Ringvorlesung der postwachstumsökonomie.de
22. November 2017, 18:15 bis 20:00 Uhr
Festsaal der Waldorfschule
Blumenhof 9
26135 Oldenburg


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