Newsletter Februar 2019

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder, liebe Freundinnen und Freunde unseres Wirtschaftsrings,

einige von Ihnen haben sich schon vor längerer Zeit in unsere Interessent*innenliste eingetragen. Sollten Sie noch keine Nachricht erhalten haben, Opens external link in new windowhier können sie die Newsletter der letzten Zeit nachlesen.

Soll Newsletter Newsletter heißen?

Die Mitteilungen des Aktionsbündnisses Wachstumswende Bremen (AWWB) heißen „Wendepunkt“. Bei der Namenssuche damals war eines völlig klar: Jeder Name ist möglich, nur einer geht gar nicht: „Newsletter“! Und genau das sprach eine Dame im Dezember an, die schon lange ROLAND-Mitglied ist: bitte einen anderen Namen!

 Also, dieser heißt noch Newsletter. Aber bitte, machen Sie doch Vorschläge. Je mehr Menschen, desto höher ist die Kreativität. Wir sind gespannt! Senden Sie Vorschläge an info@roland-regional.de.

Termin: 13.02.2019 Radikal regional wirtschaften: Cooperativa Integral Catalana als Inspiration für Bremen?

Mittwoch, 13. Februar, 19 Uhr

Wer sich mit Katalonien in den 1930ger Jahren beschäftigt hat, weiß, welche Bedeutung damals das genossenschaftliche Wirtschaften und die horizontalen Entscheidungsebenen (entgegen den vertikalen unserer repräsentativen Demokratie) hatte. Mit der Cooperarativa integral Catalana (CIC) lebt dieser Geist wieder auf.

Es geht um das Versorgen als politisch verändernde Kraft, um eine andere Form des Geldes, um Organisationsstrukturen und Entscheidungsfindung im Konsens. Eine Vielzahl von veränderungswilligen Initiativen bekommt eine gemeinsame Zielrichtung, ohne ihre eigene Identität aufzugeben.

Es ist die Form eines Features, das live vorgetragen wird. Ein Protagonist betrachtet die CIC an Hand von deutschen Seiten im Internet und von der CIC selbst.  Ausschnitte aus dem Film „Projekt A“ füllen das Ganze mit weiterem Leben. Und zum Schluss die Frage: Kann das eine Inspiration für Bremen sein?

Ein Beitrag im Rahmen der Wachstumskritischen Winterreihe.

In Kooperation mit Opens external link in new windowRoland-Regional Wirtschaftsring e. V.

Hulsberg Crowd (ehem. Schwesternwohnheim) Gebäude 44-46, 28205 Bremen, Haltestelle Hulsberg, Eingang: Am Schwarzen Meer zwischen Pathologie und Eislabor.

Termin: 19.03.2019, Konvent

Weserterrassen um 19:00

Ein Konvent ist in erster Linie eine Zusammenkunft zu einem bestimmten Zweck. Also, der Initiativkreis lädt die Mitglieder und die Interessent*innen zu einem Treffen ein. Wir sprechen über ROLAND, wir sprechen über Neues, über Veränderungen.

Diese Konvente sollen regelmäßig stattfinden, Entscheidungen werden im Konsens getroffen, die Antragsteller organisieren (mit anderen) die Umsetzung. Beim folgenden Konvent sind die Beschlüsse des letzten automatisch wieder auf der Tagesordnung.

So könnten wir uns Konvente vorstellen. Das muss wahrscheinlich der erste Punkt sein, über den wir im März sprechen. Wollen wir solch eine Struktur, in der Versammlungen Entscheidungen treffen und das im Konsens?

Ein weiteres Thema könnte sein: ROLAND wird sichtbar.

Wer mag sich beteiligen? Es geht um die Organisation, aber vielleicht auch um eine inhaltliche Vorbereitung.

Dazu hatten wir bereits im Januar-Newsletter eingeladen und geschrieben. Den und den Beitrag zum Konvent auf der HomepageOpens external link in new window finden Sie hier.

Termin 26.3.: Vorsorgendes Wirtschaften – was denn sonst?

Vortrag und Gespräch mit der Wirtschaftswissenschaftlerin Prof. Dr. Adelheid Biesecker (emeritiert, früher Uni Bremen)

Dienstag, 26. März 2019, 19.30 Uhr

Villa Ichon, Goetheplatz 4

Wie ist das? Sind wir zur Konkurrenz verdammt?

Spätestens seit Adam Smith, dem Begründer der modernen Wirtschaftswissenschaft, galt und gilt für viele Ökonomen noch heute das Dogma, Konkurrenz sei der Motor des gesellschaftlichen Fortschritts und die Basis für allgemeinen Wohlstand – trotz der nicht zu übersehenden katastrophalen Folgen, die diese fixe Idee für die Menschheit und die übrigen Geschöpfe und ihre Lebensgrundlagen hat.

Wir sind inzwischen daran gewöhnt, dass die sogenannten Markt-gesetze wie Naturgesetze angesehen werden. Danach sind wir also zum mehr oder weniger rücksichtlosen Konkurrenzverhalten untereinander von Natur aus gezwungen.

Wenn man sich an diese Sichtweise gewöhnt hat, heißt das ja noch lange nicht, dass sie richtig ist. Nein, es geht ja auch anders. Wir brauchen lediglich den gängigen kapitalistischen Ökonomiebegriff zu untersuchen. Offensichtlich ist es ein verengter Begriff, reduziert auf das Produzieren von Waren und Dienstleistungsangeboten und auf Kauf und Verkauf. Eine menschengerechte Ökonomie dagegen umfasst Wirtschaft, Soziales, Natur und Kultur. Ihr Prinzip ist das der Kooperation und Kommunikation. Und eine solche Ökonomie muss nicht erst erfunden werden. Sie hat sich seit undenklich langen Zeiten bewährt und muss nur wieder in Geltung kommen. Eine nicht leichte Aufgabe zwar, aber darüber werden wir am 26. März mit Frau Biesecker sprechen.

Bericht „Der marktgerechte Patient“

ROLAND-Regional Bildung und Wissen (Im Initiativkreis sprechen wir immer von BiWi) war an drei Veranstaltungen mit diesem Film beteiligt. Im November zeigten wir den Film quasi zur Prämiere in Zusammenarbeit mit der Christengemeinschaft im neuen Saal in der Heinrichstraße, Ende Januar 2019 in Kooperation mit dem City 46 und ein drittes Mal als Gast bei einer Kooperation von SoliMed und City 46.

Am intensivsten ist natürlich ein Gespräch, wenn man nach solch einem Film im Kreis sitzen kann. In der Heinrichstr. waren etwa 50 Menschen, bei der Veranstaltung mit ROLAND-Regional Wirtschaftsring ebenfalls 50 Zuschauer und bei SoliMed gut 100 Besucher.

Die Botschaft des Films war klar: Im Rahmen der Agenda 2010 wurde die Kostenabrechnung auf Fallpauschalen umgestellt. Das erklärte Ziel: die wirtschaftlich Stärksten setzen sich durch, führen zu geringeren Kosten und der Egoismus der Eigner zu einer besseren Versorgung, Kapitalismus eben. Die öffentlichen Häuser sollten über die Kosten so unter Druck gesetzt werden, dass sie privatisiert werden müssen.

Der Film zeigt die Realität. Abbau von 50.000 Arbeitsplätzen in der Pflege (d.h. die Verbliebenen müssen die Mehrarbeit leisten), Rosinenpickerei, d.h. die Privaten spezialisieren sich auf einträgliche Fälle, müssen sich um den Rest nicht kümmern, die Öffentlichen müssen eine Vollversorgung anbieten, werden aber dafür nicht bezahlt und die EU untersagt einen Zuschuss aus der öffentlichen Hand für diese Dienstleistung.

Die Empörung war teilweise groß: Da muss man doch etwas tun! Viele Menschen trugen sich bei ROLAND-Regional Wirtschaftsring, bei Bildung und Wissen und natürlich bei SoliMed ein.

Und es gab auch kritische Stimmen: Die öffentlichen Häuser seien so positiv dargestellt worden, da gibt es doch genauso viele Klagen. Klar, stimmt! Die leiden ja ebenfalls unter den Fallpauschalen und unter der Weigerung der öffentlichen Hand, die Investitionen zutragen.

Der Film ist ein aufrüttelndes Signal, dass Gesundheit der Menschen nicht Gegenstand von Rendite sein darf.

Besuche auf unserer Homepage

Wir analysieren die Besuche auf unserer Homepage. Diese Angaben sind allerdings in der Form, dass sie sich nicht personalisieren lassen. Wir können NICHT sehen, WER sich was angesehen hat. Wir können aber sehen, welche Seiten von einem anonymen Besucher aufgerufen wurden und teilweise können wir sehen, von welcher Stadt aus dieses geschah.

Dabei ist uns ein Phänomen aufgefallen: Wer unsere Seite besucht und sich mehrere Seiten anschaut, kommt in der Regel nicht aus Bremen. Es hat den Anschein, als kämen solche Besuche aus dem Interesse, eventuell ebenfalls ein Regionalgeld gründen zu wollen.

Dabei ist vor allem unsere Startseite für Mitglieder und direkte Interessierte geplant. Unter „Aktuelles“ berichten wir von Dingen aus dem ROLAND und umzu, dann haben wir dort noch „Interessantes“ und „Termine“. Alles Dinge, die über unseren Verein aktuell informieren.

Lieben Gruß

Ihr ROLAND-Regional-Team