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Arbeitsmarktreform in Spanien

Oh ja, was lehrt uns die herrschende Meinung? Die Griechen leben in Saus und Braus und wir Deutschen buckeln und zahlen dafür!

Und was lesen wir in dem Artikel der AFP über Spanien "Spanische Regierung beschließt Arbeitsmarktreformen" am 26.08.2011, veröffentlicht bei Yahoo.de?

Die Arbeitslosenrate in Spanien ist bis zum zweiten Quartal 2011 auf den Rekordwert von 20,89 Prozent gestiegen. Das ist der höchste Wert innerhalb der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Die Arbeitslosenrate bei den Unter-25-Jährigen in Spanien beträgt sogar über 45 Prozent.

Bei der "Eurokrise" haben wir beschrieben, warum der Euro scheitern muss. Hier bestätigen sich die Thesen!

Entwickelt sich in den Volkswirtschaften die Produktivität unterschiedlich, d.h. ist in der einen eine Arbeitsstunde die Hälfte der Arbeitsstunde in einem anderen Land wert, dann findet diese Veränderung in den Wechselkursen oder in den Löhnen seinen Niederschlag.

Bei dem einheitlichen Euro können sich die Wechselkurse nicht verändern. Gleichzeitig sind die Volkswirtschaften geöffnet, d.h. jeder darf anbieten, zu den billigsten Preisen.

Damit werden die gewachsenen Märkte zerstört. Eine Absenkung der Löhne ist nicht vorstellbar (Gewerkschaften und Unternehmer müssten mit der Frage in die Lohnverhandlungen gehen: Um wieviel wollen wir die Löhne dieses Mal senken?)

Die Folge ist Arbeitslosigkeit. Bei den Quoten wie in Spanien muss die Regierung handeln. In Griechenland wird das frühe Pensionsalter kritisiert und die hohe Staatsquote, d.h. der hohe Anteil, den der Staat an der Wertschöpfung eines Landes hat. In diesem Fall kommt hinzu, dass Menschen beschäftigt werden, deren Arbeit nicht gebraucht wird. Durch diese Maßnahmen wird die Arbeitslosigkeit gesenkt, leider aber die Staatsverschuldung dramatisch erhöht.

Der politische Druck mit den dauernden Demonstrationen der Jugend und der sich verschärfenden Arbeitslosigkeit lässt der spanischen Regierung keine Wahl. Aber jedes Handeln bedeutet Staatsausgaben, also Verschuldung!

Und die in dem Artikel beschriebenen Maßnahmen sind wirklich Peanuts! Die Arbeitgeber dürfen Jugendlichen leichter kündigen (klasse!!) und Jugendlichen ohne Aubildung wird nach Muster des deutschen dualen Systems die Chance auf eine Ausbildung gegeben.

Was sind das für Maßnahmen angesichts der Probleme???? Was lernen wir? Es gibt keinen Ausweg! Euro geht nicht!!

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